Mittwoch, 22. April 2015

Nachhaltig Reise planen und unterwegs sein

Umweltfreundlich zu reisen ist manchmal gar nicht so einfach. Ich mache dazu jeweils eine Planung, damit ich weiss, was es gibt an dem Ort, wohin ich fahre. 
Vieles lässt sich also auch bei der Vorplanung vorhersehen. Zum nachhaltigen Reisen ein paar Tipps zur Vorbereitung, die ich grad heute selber wieder machen werde:

1. Reiseort und Weg dorthin
Ihr findet im Internet verschiedene CO2-Rechner. Ich bevorzuge jeweils das Fahrrad zum Bahnhof und dann den Zug. Innerhalb Europas fahre ich fast nur Zug und kann Interrail oder die Buslinien nur empfehlen. 
Da ich aber sehr gerne in andere Länder reise, fliege ich zugebenermassen zu oft. Der CO2-Ausstoss ist gross, deswegen finde ich es zumindest sinnvoll mit der Bahn zum Flughafen zu fahren. Falls ihr ein Auto habt, lasst es, wenn möglich daheim stehen, denn die Kosten am Flughafen für Parkgebühren gerade hier in der Schweiz sind auch nicht ohne. 
Ich halte nicht so viel von CO2-Ausgleichszahlungen. Ganz ehrlich, dann muss ich auch nicht reisen. Wisst ihr, was diese Organisationen wirklich damit machen nach Abzug der Verwaltungskosten innerhalb der Organisation? Ich gleiche es lieber mit nachhaltigen Leben, z.B. Rad fahren zur Arbeit, aus, auch wenn es natürlich nicht ganz reicht. 

2. Gepäck
Um viel Gepäck zu transportieren, empfehle ich sehr die Bahn. Ich bin damit auch schon halb umgezogen und konnte viel Gepäck mitnehmen. Im Flugzeug wird es mit Einkäufen wie von Glas z.B. schon schwieriger. 
Als ich neulich bei einer amerikanischen Gesellschaft buchte, fiel mir gleich auf, dass dort auch die Überflussgesellschaft herrscht. Das 2. Gepäckstück schien dort sehr wichtig zu sein. Ich bedaure auch an Flughäfen Menschen, die sich ständig überladen. Ich schaffe es auf max. 13 kg meist, weil ich einfach nur das einpacke, was ich brauche. Vor Abreise überlege ich mir dann, was ich nicht brauche, und lasse es einfach weg und grad zuhause. So reist es sich gerade als Backpacker viel leichter. 

3. Müll
Lässt sich der Müll im Flugzeug nicht vermeiden, verwende ich einfach meinen Becher und mein Besteck im Flugzeug mehrmals wieder. Für die Serviette finde ich auch meist einen anderen Verwendungszweck und kann sie später kompostieren. Kleine Gadgets an Essen habe ich auch schon abgelehnt, wenn mir der Müllberg zu gross wird. 
Auf Reisen selber kann ich nur empfehlen, schaut, wo ihr euren Müll recyceln könnt. Ich habe z.T. auch schon trockenen Müll, wie z.B. Papier, wieder mitgenommen. Gerade in Ostafrika fand ich trotz des geringeren Mülls dort das Recycling recht schwierig, weil es das dort praktisch nicht gibt. Im Notfall nehme ich trockene Sachen lieber wieder mit Heim. Am Bahnhof am Flughafen nach Rückreise gibt es dann meist schon die erste Stelle zum Mülltrennen. 
Unterwegs versuche ich Verpackungen zu vermeiden oder lasse es grad einfach schon im Supermarkt dort. Gerade in anderen Industrienationen findet ihr auch viele Biomärkte, die Unverpacktes in sogenannten Bulks anbieten. Leider hinken wir in Europa da noch ganz, ganz weit hinterher. 

4. Wasser unterwegs aus dem Hahn?
Bei Reisen in Europa nehme ich gerne meine kleine Blechflasche mit. Aber auf Langstreckenflüge nkann die Airline sie wegnehmen, gerade bei Reisen in die USA. 
Unterwegs auf Reisen werde ich auf der nächsten Reise in Länder innerhalb und ausserhalb Europas, wo das Trinkwasser wirklich nicht geniessbar ist, mal ausprobieren, Wasser abzukochen und in meiner Blechflasche abkühlen zu lassen. Dann sind das Chlor und die Krankheitserreger auch ausgekocht und das Wasser aus dem Wasserhahn oder Brunnen, bitte kein Fluss-, See- oder Meerwasser, ist geniessbar. Äquivalent gingen natürlich auch Tabletten. 

5. Unterkunft
Ich mag gerne Hostels, weil ich es wichtig finde zu teilen. Mit Ohropax, Schloss für eure wichtigen Sachen, Flipflops und einem genauen Check vorheriger Bewertungen der Unterkunft kann ich es euch auch als Pärchen nur empfehlen. 
Da, sorry, meist Männer schnarchen, sind Frauenschlafsäle für Frauen sehr empfehlenswert und erholsamer. 
Couchsurfing ist eine Option, aber gleichzeitig auch schwierig, weil ihr die Person nicht kennt, vielleicht andere Sauberkeitsvorstellungen habt und vor Ort nicht in eine günstigere Unterkunft umbuchen könnt. 
Ich besuche auch gerne meine Freunde im Ausland, bei denen ich übernachten kann und sie wiedersehen kann. 

Weitere Tipps folgen, seid also gespannt, was ich auf meiner nächsten Reise entdecke und euch mitbringe ;). Mehr dazu nach meiner Reise...

Herzlich, 
eure Ökonista 

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