Montag, 18. Mai 2015

Gore-Tex - draussen unterwegs, aber danach Sondermüll

Mittlerweile ebbt der Trend teure Outdoorbekleidung auch im Alltag zu tragen ja wieder ab, aber ist dennoch recht präsent. Da ich im schönen Land der Alpen wohne und auch gerne draussen mit Rad, Ski oder auf Wanderwegen unterwegs bin, habe ich mir natürlich auch teure Gore-Texsachen zugelegt. 
Als ich dann auf Island auf dem Laugavegurin im schlimmsten waagerechten Regen wandern war, habe ich gemerkt, dass Gore-Tex keineswegs hält, was es verspricht. Nach gut zwei Jahren ist es trotz meiner Imprägnierung im Vorab nicht mehr wasserdicht gewesen und liess sehr durch, so dass wir u.a. wegen der Kleidung die Wanderung abgebrochen haben. 
So habe ich angefangen zu recherchieren, was Gore-Tex eigentlich ist. Bei Wikipedia ist es gut zusammengefasst: http://de.wikipedia.org/wiki/Gore-Tex

Goretex zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es also nach der Benutzung nicht mehr rezyklierbar ist und damit im Sondermüll entsorgt werden muss, wenn die Jacke oder der Schuh z.B. durchgetragen oder kaputt ist. 
Beim Wandern und beim Radfahren fand ich es auch keineswegs sehr atmungsaktiv, wie es so häufig versprochen wird. 

Nach diesen Informationen habe ich nach wasserdichten Alternativen gesucht, die nicht danach aus sind, mit zukünftigem Sondermüll noch extrem viel Geld zu machen. So bin ich auf die guten alten Gummistiefel, Gamaschen und Öljacken gestossen. In Skandinavien werden gerade besonders Öljacken in verschiedensten Farben verkauft und die Modelle sind zudem auch noch sehr modisch. Sie kosten einen Bruchteil im Vergleich zur teuren Outdoorbekleidung, werden auch auf Island genutzt, wo es sehr viel mehr als in der Schweiz und in Deutschland regnet, halten viel länger und lassen sich sogar im Restmüll entsorgen oder upcyclen. 

Die Frage, die dennoch offen bleibt, ist natürlich, inwiefern dieser Restmüll durch kaputte Öljacken und Regenbekleidung nach der Verbrennung Schlacke hinterlässt, die wiederum auch als Sondermüll eingelagert wird. Dazu braucht es gerade in der Schweiz ein Umdenken. Ein Ansatz wäre es, den Restmüll noch viel genauer zu recyclen. 

Es ist zwar immer noch Müll, aber hoffentlich kein Sondermüll mehr!

Herzlich, 
eure Ökonista

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